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Zweite Etappe: Northland Forests

Von Ahipara nach Kerikeri durch die Regenwälder Herekino Forest, Ratea Forest und Puketi Forest:

  • Tag 4-8
  • Etappenkilometer: 121 km
  • Total: 221 km
  • Morgens in matschige Schuhe schlüpfen ist nicht schön!

Nach einem kurzen Zwischenstopp um unsere Vorräte wieder aufzufüllen, beschlossen wir – entgegen dem Wunsch unserer Füße – keinen Tag Pause einzulegen, sondern direkt in die Regenwald-Etappe einzusteigen. Diese ist unter uns Wanderern ziemlich gefürchtet, man hört von allen, dass es ein absolutes Matsch-Desaster ist – noch dazu ganz schön viel auf und ab. Die offiziellen Zeitangaben sagen im Grunde schon alles:

  • Herekino-Forest-Track: 14 km in 8h45
  • Ratea-Forest-Track: 12 km in 8h
  • Puketi-Forest-Track: 16 km in 8h

Ja, so war es dann auch ?

Der Herekino-Forest hat aber echt Spaß gemacht! Am Anfang versuchten wir optimistisch die Schuhe und Füße ‚trocken‘ durch den Wald zu bringen. Aber der Schlamm kriegte uns doch irgendwann…

Da absehbar war, dass wir es bis Sonnenuntergang nicht mehr ganz durch den Wald schaffen würden, schlugen wir dort an der nächstbesten Stelle unser Zelt auf.

Zum Glück – denn am nächsten Morgen ging die Schlammparty erst so richtig los. Jan ist unzählig oft ausgerutscht und hingefallen und war dann nicht mehr so der Fan des Tracks. (okay, ich fand es schon ein bisschen witzig.?) Aber dann hatten wir es geschafft!

vorher – nachher

Anschließend führte der Weg durch mega idyllisches Farmland. So lässt es sich leben!

Der Ratea-Forest war vom ersten Moment an eine einzige Schlammschlacht! Wir gingen an diesem Tag nur die erste müßige Stunde zum ersten Gipfel und schlugen dann unser Zelt an einer der wenigen geeigneten Stellen auf. Leider haben wir eine leichte Schieflage erwischt. So schläft es sich nicht sonderlich gut und dann morgens in verschlammte Schuhe zu schlüpfen, ist auch kein Trost…

Am nächsten Tag brauchten wir sieben Stunden um uns durch den übrigen Wald zu schlagen. Der Weg sah so aus, als wäre vor zehn Jahren mal jemand mit der Sense durch den Wald gegangen und seitdem schlagen sich die armen Wanderer durch das Dickicht – dazu der Schlamm… Jan wird dem Te Araroa Trust vermutlich eine Kettensäge spenden ? Nein, ganz ehrlich: Der Weg war zwar anstrengend, aber mega ursprünglich und ich bin sehr dankbar, dass kein ‚richtiger‘ Weg angelegt wurde!

Aus dem Wald heraus hatten wir dann die Kaffeepause unseres Lebens!

Im dritten Regenwald – dem Puketi-Forest – hieß es Flussbettwandern! So schön kühlend für unsere erschöpften Füße!

Danach ging es durch einen schönen, wieder anstrengenden, aber schlammfreien Waldweg.

Und am letzten Tag dieser langen Etappe gleich das nächste Highlight: der Weg führte über grünes Farmland an hunderten Schafen vorbei ???

Später wurden wir von einem Kiwi-Pärchen, das am Wegesrand wohnt, auf ein Glas Limo eingeladen, und Jan hat gleich die Chance genutzt die letzten drei Kilometer zu cheaten und hat sich mit dem Jaguar zum Ziel bringen lassen. ? Er hat dafür aber auch die Rainbow-Wasserfälle verpasst…

Hier in Kerikeri teilen wir uns jetzt mit fünf anderen Wanderern eine kleine Hütte und legen unseren ersten Pausentag ein.

6 Kommentare

  1. Toll, toll, toll! Trotz der Strapazen scheint es ja unglaublich zu sein! ’nature porn‘ ohne Ende sozusagen! 😀 Bin gespannt auf mehr! LG Melanie

  2. @Melanie: Ja, ist es auf jeden Fall! Bisher echt mindestens ein Highlight jeden Tag und noch dazu haben wir tolles Wetter! ?

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