Sechste Etappe: Auf einem der Top 10 Te Araroa-Wege nach Waitomo

Sechste Etappe: Auf einem der Top 10 Te Araroa-Wege nach Waitomo

6. Dezember 2016 von Jasmin · 3 Min. Lesezeit

  • Tag 29-32
  • Etappe: 97km
  • Total: 897km

Oh, es fiel uns nicht leicht nach zwei Nächten in einem weichen Bett wieder in die Trailrunner zu schlüpfen und Isobels warme Stube zu verlassen. Ihr wisst gar nicht, wie gut ihr es habt, jede Nacht in einem warmen Bett zu verbringen!

Wegzehrung von Isobel
Wegzehrung von Isobel

Aber wir mussten nicht lange trauern, denn kurz nach Hamilton beginnt einer der Top 10-Tracks des Te Araroa. Das Neuseeland, wie man es sich vorstellt: Grasbewachsene Hügel, hunderte süße Schafe und zu unserem Glück strahlender Sonnenschein.

Gruene Huegel und Schafe
Gruene Huegel und Schafe
Farmland wie aus dem Bilderbuch
Farmland wie aus dem Bilderbuch
Idylle pur
Idylle pur

Deswegen blieben wir einfach dort.

Hier bleiben wir!
Hier bleiben wir!

Jedoch nicht lange allein. Am Ende des Tages standen zehn Zelte auf dem Kapamahunga Walkway.

Unser Zelt auf der Weide
Unser Zelt auf der Weide
Zehn Zelte auf dem Kapamahunga Walkway
Zehn Zelte auf dem Kapamahunga Walkway

Am nächsten Tag ging es genauso idyllisch weiter und wir brauchten aufgrund so vieler Fotostops sehr lange für die Durchquerung des Farmlands.

Viele Fotostops noetig
Viele Fotostops noetig
Unser Freund bei der Farmlanddurchquerung
Unser Freund bei der Farmlanddurchquerung

Unser Freund und Helfer bei der Durchquerung von Farmland

Dabei bestand die eigentliche Herausforderung des Tages in der Überquerung des Pirongia Gipfels (959m) – unser höchster Berg bisher! Da dieser jedoch nur aus Regenwald besteht, fühlte es sich nicht wirklich wie ein Berg an.

Aufstieg zum Pirongia Gipfel
Aufstieg zum Pirongia Gipfel

Und noch eine Premiere: Unser Hüttenpass kam zum ersten Mal zum Einsatz, mit dem man in den Hütten des Departement of Conservation (DOC) schlafen kann. Kurz nach dem Gipfel steuerten wir die Pahautea Hut an, die 20 Betten (sogar mit Matratzen!) sowie einen großen Gemeinschaftsraum bietet.

Auch wenn es erst 15 Uhr war, beschlossen wir dort zu bleiben und den sonnigen Nachmittag hoch über dem Regenwald zu genießen. Mit insgesamt 16 Leuten waren wir die bisher größte TA-Gruppe an einem Ort, die wir erlebt haben. Es waren sogar einige unbekannte Gesichter dabei!

Pahautea Hut
Pahautea Hut
Aussicht von der Huette
Aussicht von der Huette
Grosse Gruppe TA-Hiker
Grosse Gruppe TA-Hiker
Sonnenuntergang an der Huette
Sonnenuntergang an der Huette
Ueber den Wolken
Ueber den Wolken

Der Abstieg am nächsten Morgen übertraf mal wieder alles, was wir bisher erlebt haben: Knietief standen wir zwischenzeitlich im Matsch… Wir zweifeln daran, ob dieser Abstieg wirklich noch zu den Top 10 Trailabschnitten gehört, oder ob es nur die idyllische Schäfchenweide in das Ranking schaffte.

Das kennen wir doch irgendwoher…
Das kennen wir doch irgendwoher…
Aus dem Wald raus
Aus dem Wald raus

Glücklicherweise waren wir in zwei Stunden durch den Hihikiwi-Forest (ja, der heißt wirklich so!) durch und daher schaffte er es trotz extremem Matschaufkommen nicht auf Platz 1 unserer “schlimmste Trailabschnitte”-Liste ( ist immer noch der Ratea-Forest von Tag 5/6).

Alles wie neu…
Alles wie neu…

Der übrige Weg sollte durch schöne Wald- und Weidenlandschaften gehen. Stimmte auch größtenteils.

Schoene Wald- und Weidenlandschaft
Schoene Wald- und Weidenlandschaft
Jan füllt unsere Wasservorräte auf
Jan füllt unsere Wasservorräte auf
Das wollten wir heute eigentlich nicht mehr sehen…
Das wollten wir heute eigentlich nicht mehr sehen…
Lieblingstiere
Lieblingstiere

Am frühen Abend trafen wir auf Erin und Becky, die gerade alle verbleibenden Campingmöglichkeiten aussondierten. Durch ein “No Camping”-Schild verunsichert, das für den gesamten restlichen Weg nach Waitomo (19km) gelten sollte, fragte Erin einen Farmer, ob er eine Möglichkeit wüsste. Sein Vorschlag: “Schlaft doch bei mir in der Wollscheune!” Gesagt, getan, sprangen wir auf seinen Trecker und fuhren mit ihm dorthin. Der zweite Trecker wurde übrigens von seinem 9-jährigen Sohn gefahren, dem Jan sein Leben anvertraute.

Auf dem Trecker zur Wollscheune
Auf dem Trecker zur Wollscheune
Schlafen in der Scheune
Schlafen in der Scheune

Am nächsten Morgen brachen wir früh nach Waitomo auf und kamen in den Genuss dieser nebeligen Morgenstimmung.

#trailromance
#trailromance
Neblige Morgenstimmung
Neblige Morgenstimmung
Mystische Landschaft
Mystische Landschaft
Flussdurchquerung Nr. 9 – easy
Flussdurchquerung Nr. 9 – easy
Backpack-Twins Erin und Jan
Backpack-Twins Erin und Jan

Waitomo ist bekannt für seine Kalksteinhöhlen, die das Zuhause tausender Glühwürmchen sind. Wir haben eine kleine Tour gebucht und sind im Boot bei völliger Dunkelheit durch die Höhle geschippert, die laut Touranbieter von 30.000 Glühwürmchen erhellt wurde. Auch eine Art von Trail-Magic. Leider durften wir auf der Bootsfahrt keine Bilder machen um diesen magischen Moment nicht zu zerstören. Deswegen gibt es nur dieses.

Gluehwuermchen in der Hoehle
Gluehwuermchen in der Hoehle