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300 km per Anhalter von Dunedin nach Christchurch: Unsere letzten Tage in Neuseeland

Wir ließen uns keine Zeit dem Trail nachzutrauern und stiegen bereits einen Tag nach dem großen Finish in den Bus an die Ostküstenstadt Dunedin. Dort hatten wir uns für fünf Tage in das Backpacker-Hostel ‘Hogwartz’ eingebucht. Unser Plan: NICHTS tun.

Bevor wir jedoch mit dem Nichtstun anfangen konnten, hieß es erstmal Jan eine Rundum-Erneuerung zu verpassen (neues Shirt, neue Frise (Bart ist noch dran!) und schon wieder neue Schuhe (Nr. 6!)) und ausgiebig im Supermarkt Essen zu shoppen.

Bahnhof von Dunedin
Yummy yummy yummy…
… I got love in my tummy!

Unser Highlight – wofür wir das Nichtstun einen Moment lang unterbrachen – war ein Ausflug zur Albatros-, Robben-, Seelöwen- und PINGUIN-Kolonie auf der Otago Halbinsel. Die Seelöwen waren echt monströs und die Pinguine mega putzig. ?

Albatros
Seehunde – wenn man ganz genau hinschaut
Seelöwen
Gelbaugen-Pinguine

Die große Frage für unseren Aufenthalt in Dunedin war aber: Wo geht es als nächstes für uns hin? 

Viele Ideen schwirrten uns im Kopf herum. Einerseits hatten wir eine Menge von Neuseeland noch nicht gesehen. Genau genommen die klassischen Touristenmagneten: Abel Tasman Nationalpark, Franz Josef- und Fox-Gletscher, Milford Sound… Andererseits standen die südpazifischen Inseln hoch im Kurs. Doch dort ist gerade Regenzeit…

Ohne lange Entscheidungsfindung, ohne Pro- und Contra-Liste, fiel unsere Wahl dann völlig aus dem Bauch heraus auf etwas ganz anderes: Mexiko!

Die grobe Idee ist von Mexiko, über Guatemala, Béliz usw. immer weiter Richtung Südamerika zu reisen – am liebsten ohne zwischendrin in den Flieger zu steigen.

Chillen am Strand, Erkunden der Maya-Ruinen, Regenwaldtouren, Vulkanausbrüchen zuschauen, Surfstunden nehmen, wwoofen und Spanisch auffrischen (Jasmin) bzw. lernen (Jan). Das haben wir grob vor. Und sicher auch die ein oder andere Wanderung, wenn Jans Füße wieder schmerzfrei sind. Und das alles bitte bei Sonnenschein pur, um unseren unschönen Hiker-Teint loszuwerden. ?

Einen Vorgeschmack auf Mexiko holten wir uns an Dunedins Surfer-Strand St. Clair.

St. Clair Beach

Nach fünf Tagen in Dunedin begannen wir uns langsam die 300 km nordwärts Richtung Christchurch vorzutasten, von wo aus unser Flieger über Sydney und L.A. nach Cancún geht. Da wir keine Eile hatten, wollten wir ein letztes Mal unser Glück per Anhalter versuchen.

Wie es der Zufall wollte, gabelte uns Dean auf, der in Peel Forest wohnt, von wo wir vor drei Wochen um den Rangitata River herumgetrampt sind. Er war überrascht, dass wir den Ort kannten und er sieht natürlich täglich TA-Wanderer, die ihr Glück beim Hitchhiken versuchen. Somit hatten wir uns viel zu erzählen und die 60 km nach Moeraki vergingen wie im Fluge.

Am Strand von Moeraki liegen die Moeraki Boulders, eine Ansammlung großer kugelförmiger Felsen. Zugegeben, aus dem richtigen Winkel fotografiert, sehen diese dann doch eindrucksvoller aus als in der Realität. ? Für uns trotzdem Anlass genug über Nacht zu bleiben und nochmal unser Zelt zu nutzen, bevor es in Südamerika vermutlich nicht mehr so oft unser Zuhause sein wird.

Moeraki Boulders

Am nächsten Morgen standen wir wieder mit unserem “North”-Schild am Straßenrand. Nächstes Ziel: Oamaru – Steampunk-Hochburg und das Zuhause einer Gelbaugen- und einer Zwerpinguin-Kolonie.

Da Jans Füße immer noch nicht erholt genug für kürzere Wanderungen sind, ging ich in Oamaru alleine auf Entdeckungstour.

Oamaru

Die Gelbaugen-Pinguine sollte man an einem Strand etwas außerhalb zwischen 18 und 19 Uhr beobachten können. Die Zwergpinguine bei Dämmerung ab 20 Uhr am Hafen. Also perfekt um beides an einem Abend zu erleben.

Nur leider ließen sich lediglich ein paar Seehunde am Bushy Beach blicken; von Pinguinen war weit und breit keine Spur. ? Aber da wir ja eine ganze Horde auf der Halbinsel vor Dunedin gesehen hatten, war ich nicht untröstlich.

Bushy Beach mit Seehund

Zurück am Hafen gibt es die Option für 40 NZ$ die Zwergpinguin-Kolonie von einer Tribüne aus zu beobachten – oder for free von etwas weiter weg darauf zu hoffen, dass sich ein paar Pinguine beim Landgang verlaufen. Option 2 für mich! ?

Und tatsächlich hatte sich schon vor Einbruch der Dämmerung ein Pinguin an den Steg verlaufen, von dem aus ich das Spektakel beobachtete. Wenn das kein gutes Omen war!

Kein Pinguin…
… ein Pinguin!

Die eigentliche Attraktion, bei der ein Schwarm Pinguine an Land schwimmt und die Küste hochklettert, konnte man natürlich von den Tribünenplätzen viel besser sehen, aber der eigentliche Spaß ist doch die kleinen Pingis selbst zu erspähen und zu beobachten. Und genau das machte ich. ? Erfolgreich, aber leider ohne vorzeigbares Beweismaterial (Handykamera…).

Bevor wir am nächsten Tag weiter gen Christchurch trampten, schaute ich mir noch das Steampunk Museum an, was auf jeden Fall einen Besuch wert ist! Falls mal jemand in der Nähe ist… ?

Steampunk-Museum
Wahnsinns Spiegel-Licht-Installation

Wir hatten für den Tag kein wirkliches Ziel, an dem wir ankommen wollten. Zwischen Oamaru und Christchurch liegen zwar über 200 km, aber nichts wirklich Sehenswertes. Wir wollten einfach schauen, wie weit wir per Anhalter kämen. Schon nach wenigen Minuten gabelte uns ein chinesisches Pärchen auf (chinesische Namen hab ich schon vergessen, bevor ich sie überhaupt verstanden habe ?), das den ganzen Weg nach Christchurch fuhr. Hopp, dann wollen wir unser Glück nicht weiter herausfordern und verbringen die letzten beiden Nächte dort!

Pause mit unseren chinesischen Wohltätern in Timaru
Zurück in Christchurch!

4 Kommentare

  1. Oh ja, das kenne ich Jasmin. Dieser Jan war schon eh und je ein Klotz am Bein! Vielleicht solltest du ihm zu seinem nächsten Paar Schuhen direkt noch einen Rock besorgen.

  2. Hallo liebe Jasmin. Herzlichen Glückwunsch! Da habt ihr echt was geschafft. Viel Spaß nun in Mexiko, erholt euch gut und ich bin auf weitere Berichte von dort gespannt ;-).
    Liebe Grüße

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